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Kamera-Information: Fuji┤s X-S1

Fuji┤s X-S1

Die Fuji X-S1 ist der erste Vertreter einer möglicherweise neuen Generation von Bridge-Kameras. Mit ihrem DSLR-förmigen Äußeren deutet sie schon an, an welche Gruppe Fotografen sie sich wendet. Sie verbindet Leistungsmerkmale einer DSLR mit den Vorteilen einer kompakten Kamera.

Und dem ambitionierten Amateur erfüllt sie mit ihren vielen Features auch sehr viele Wünsche – ohne das lästige Mitschleppen mehrerer Linsen, was bei einer DSLR notwendig wäre. Denn die Fuji X-S1 deckt mit ihren (Kleinbild-äquivalent) 24-624 Millimeter Brennweite (Blende 2,8 – 5,6) den üblichen Bereich einer DSLR-Ausrüstung locker ab.

Mit 12 Megapixel ist der Sensor nicht überfrachtet und hat mit 2/3 Zoll eine erfreuliche Größe. Dass dadurch das Rauschverhalten besser ist wie bei den vergleichbaren Bridgekameras, beweisen Nachtaufnahmen. Selbst bei 20 Sekunden Belichtungszeit kommt es nicht zu deutlich sichtbaren Farbrauschen.

Das hochwertige Fujinon-Objektiv ist wie bei einer Bridgekamera optimal an Sensor und Bildprozessor angepasst. Bilder gelingen mit großartiger Schärfe im Weitwinkel wie im Telebereich. Ein optischer Bildstabilisator hilft dabei, auch am oberen Ende der Brennweite scharfe Bilder zu erhalten. Der USM-Antrieb ist geräuschlos und sehr flott.

Besonders macht die Kamera auch ihr Bedienkonzept. Ein griffiger Zoomring erlaubt das mechanische Zoomen – ein Novum bei den Bridgekameras (vergleichbar der HS-Reihe, z.B. Fuji HS-20). Alle wichtigen, häufig verwendeten Einstellmöglichkeiten wie Weißabgleich, Belichtungskorrektur oder Empfindlichkeit sind per Tasten sehr schnell erreichbar. Überhaupt muß man nur selten auf das Menü zugreifen – DSLR-like gibt es auf dem großen Gehäuse überall gut erreichbar die entsprechenden Bedienknöpfe.
Wer diese Einstellmöglichkeiten einmal verinnerlicht hat, kann die Kamera extrem flexibel und schnell bedienen.

Dass sich die Kamera an DSLR-Nutzer wendet, merkt man auch daran, dass alle üblichen Einstellmöglichkeiten wie Blenden-, Zeit-, Programm- und Vollautomatprogramme vorhanden sind. Der Drehknopf liegt geschützt neben dem hervorragenden elektronischen Sucher – so verdreht sich nicht, wenn man die Kamera aus der Tasche zieht.

Der elektronische Sucher hebt sich im Vergleich zu vielen optischen oder auch vergleichbaren elektronischen Suchern durch die hohe Pixelzahl positiv heraus. Damit ist sogar eine mechanische Scharfstellung möglich mit dem Vorteil, alle Einstellungsänderungen direkt im Sucher sehen zu können (z.B. Umstellung auf schwarz/weiß Modus).

Klar muß man sich darüber sein, das die Kamera schon ganz ordentlich an der Kamerahand zieht (945gr). Das abgedichtete Gehäuse wirkt sehr solide und unterstreicht die Professionalität der Kamera.

Ergänzt werden die vielen positiven Merkmale durch die Möglichkeit, auch RAW Aufnahmen zu machen (RAW, RAW+JPEG, JPEG), Filme bis 1080p und Zeitlupe aufzunehmen, 360° Panoramafotos zu machen (ganz tolle Funktion, die extrem gut gelingt) und einen externen Blitz aufzustecken.

Negativ ist natürlich der recht hohe Preis (699.- EUR/Feb. 2012). Auch fällt auf, dass zwischen Anvisieren und Aktualisierung des Bildes (Display wie Sucher) eine kurze Verzögerung auftritt. Das Verfolgen von sich bewegenden Objekten (z.B. Vögel) gelingt damit etwas schwer trotz Trackingfokus. Auch nicht auf DSLR-Niveau ist das Autofokussystem insgesamt.

Aber wer mit diesen wenigen Einschränkungen leben kann, erhält etwas ganz besonderes an Kamera!