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Bildbesprechung

Auf dieser Seite möchten wir, die Jury, mit Ihnen als Teilnehmer oder Fotografieinteressiertem darüber fachsimpeln, auf welche Weise ein Bild eine bestimmte Wirkung auf den Betrachter hat. Was gut an dem Bild ist (dies sollte überwiegen) und was man vielleicht hätte auf welche Weise besser machen können.

Pasta

Sehr schönes Bild von Antoneta W. mit dezenter, aber effektvoller Nachbearbeitung. Der äußere, unscharfe Rand suggeriert eine Weite um das Nudelgewirr herum, die wahrscheinlich gar nicht vorhanden ist. Durch die feine, weiße Randlinie wird der Blick auf das Nudelknäul in der Mitte gelenkt. Das verwendete Teleobjektiv verdichtet das Motiv. Gleichzeitig wird durch die geringe Tiefenschärfe nur ein kleiner Teil scharf abgebildet – dadurch kann sich der Betrachter auf die vorne liegenden Details konzentrieren, zum Beispiel die mit Mehl bedeckte Oberfläche. Die beiden geraden Spagettinudel gestalten das Bild zusätzlich und unterstreichen die Idee des Fotografen, ein Lebensmittel in „Szene“ zu setzen.

Noch besser wäre das Bild, wenn die Beleuchtung nicht nahezu nur aus dem frontalen Blitz bestanden hätte. Durch den hohen Kontrast zwischen dem Knäul und dem schwarzen Hintergrund kann die Kamera nicht den gesamten Dynamikumfang korrekt abbilden – einige Teile erscheinen zu hell.
Hier hätte entweder ein Softener vor dem Blitz (notfalls ein Papiertaschentuch) und/oder eine zusätzliche Lichtquelle einen etwas weicheren Verlauf der Lichtdynamik erzeugt (am simpelsten mit einem weißen Blatt Papier, das einen Teil des Blitzlichtes aus einer anderen Richtung, z.B. rechts hinten, auf das Nudelknäul reflektiert).

Alles in allem aber ein sehr gelungene Foto – großformatig durchaus für eine Fotogalerie geeignet.

Kommentar

Kapstachelbeere - rot

Bei diesem Bild von Wolfgang R. wurde sehr bewußt ein nahezu schwarzer Hintergrund verwendet, um das Fotomotiv selbst stark hervorzuheben. Dadurch wirkt das Bild allerdings etwas sehr gestellt. Durch das schräg von oben einfallende Streiflicht werden die Blattadern deutlich hervorgehoben und die Blätter wirken besonders plastisch. Insgesamt wurde eine gute, gleichmäßige Ausleuchtung erzielt.
Der Schärfepunkt liegt etwas zu weit hinten. Dadurch sind die dominaten, das Bild beherrschenden Fruchthüllen leider etwas unscharf. Nur die links hinten liegende Fruchthülle ist sehr scharf abgebildet. Bei der Wahl einer kleineren Blende hätte die Tiefenschärfe wahrscheinlich ausgereicht, alle Bildteile komplett scharf dazustellen.

Klasse ausgeleuchtetes Bild, etwas zu gestellt und ein Tick zu wenig scharf.

Kommentar

Tomate - Paprika

Gute Idee und Farbwahl. Die Paprikaschoten erzeugen einen weitgehend homogenen (Farbe-) Hintergrund und ergeben einen schönen Kontrast zu der roten Tomate. Hier wurde bewußt mit Farbflächen gearbeitet, um die Bildaussage zu betonen. Auch die Anordnung der Tomate außerhalb der Mitte ist für die Spannung des Bildes wichtig.
Die Oberfläche der Früchte glänzt (kann man bewußt auch mit einem leichten Sprühnebel aus Wasser erzeugen) - allerdings stören hier etwas die zu hellen Glanzstellen. Die könnte man mit einem Polfilter leicht verringern. Die Oberfläche der Früchte erhält dann einen seidigen Glanz.
Bei dem Bild fällt zusätzlich auf, daß die Tiefenschärfe nicht ausreichend ist. Entweder die obenauf liegende Tomate ist scharf und die Paprikaschoten dann nicht - oder umgekehrt. Es hätte Abblenden geholfen, da dann die Tiefenschärfe steigt. Auch die Verwendung eines Blitzes hätte die Möglichkeit eröffnet, eine größere Tiefenschärfe zu erreichen. Das punktförmige, harte Licht des Blitzes kann man dabei notfalls mit einem Papiertaschentuch, welches etwa 5-10cm vor dem Blitz gehalten wird, weicher machen (Billigsoftener).

Allerdings ist das Bild unter Bedingungen entstanden, die wie so häufig kein Stativ zuließen (belebter Markt) oder lange Vorbereitungszeiten. Der Polfilter schluckt etwa 2-3 Zeitstufen. Will man dann noch Abblenden, um Tiefenschärfe zu gewinnen, landet man selbst an einem hellen Tag schnell bei Zeiten, die nicht mehr Freihand zu halten sind.
Daher erst recht: Lob für Bildidee und Ausführung.

Kommentar

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