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Die Wiese

Wiese – Lebensgemeinschaft auf Zeit

Christian Morgenstern dichtete 1897 das Folgende:

Butterblumengelbe Wiese,
sauerampferrot getönt, -
o du überreiches Sprießen,
wie das Aug dich nie gewöhnt!

Wiese ist alljährliche Auferstehung des Lebens nach dem Winter. Aus braunen, kahlen Flächen, spärlich nur von immergrünem Gras bedeckt, explodiert das Leben in jedem Frühjahr. Eine Naturwiese beherbergt eine so große Vielfalt an Pflanzen und Tieren wie kaum ein anderer Biotop. Zunächst sind es die Frühblüher, die schon kurz nach der Schneeschmelze ihre Blüten der stärker werdenden Sonne entgegen recken. Und im Mai beginnt dann die große Vielfalt. Den ganzen Sommer über weichen verblühte Pflanzen denen, die nach ihnen kommen. Bis in den Herbst hinein leuchten die Farbtupfer - bis dann die ersten Winterfröste dem Leben wieder Einhalt und Rückzug gebieten.
Wiese heißt auch, sich bücken zu müssen, um die kleinen Wunder zu sehen. Spinnenräder zwischen grazilen Graßhalmen, bunte Heupferde in den Pflanzenpolstern, bodennahe Etagen bewohnende Käfer und Schmetterlinge, die flatternden Träumen gleich von Blüte zu Blüte schweben.

Wann haben Sie das letzte Mal in einer Wiese gelegen und die kleine Welt um sich herum betrachtet?